Willkommen!
Behutsamkeit im Umgang mit Originalsubstanz und Achtung vor der Leistung der vor unserer Zeit von Handwerkern und Künstlern geschaffenen Werke - damit ist die Tätigkeit eines Restaurators immer verbunden und stellt diesen mitunter vor immer neue Probleme.
Die Faszination des Alten, das Ausloten des eigenen Vermögens, sich in die Arbeit der früheren Handwerker und Künstler hinein zu versetzen in Verbindung mit der Aneignung eines soliden Wissens um die materialtechnischen, gestalterischen und ästhetischen Bedingungen der Entstehungszeit dieser überlieferten Werke - das macht für mich den Reiz und zugleich die Motivation für Restaurierungen aus.
...diesbezügliche Bemühungen sind mir seit über 35 Jahren eigen - und dennoch bin ich immer noch auf dem Wege...
Aktuelle Arbeiten
Treppenhaussanierung abgeschlossen
Die Sockelschablonierung ist fertiggestellt und hat als Trennstrich zwischen Sockelfarbe und oberer Wandfarbe den Begleitstrich erhalten.
Im Zusammenspiel zwischen den beiden neu erstellten Schablonierungen und der Wandflächenfarbigkeit stellt sich nunmehr das Treppenhaus im Verbund mit der restaurierten Holztreppe als eine gelungene Rekonstruktionsarbeit dar.
Zwischenerfolg bei Treppenhaussanierung
Nicht nur dass im Frühjahr 2011 die Treppenanlage des Gebäudes Rynok 5 unter Leitung von Tischlerrestaurator C. Junghans (GIZ – Experte) saniert wurde, es konnte mittlerweile auch die Rekonstruktion der Ausgestaltung fortschreiten.
So erfolgte unter Anleitung von U. Thümmler (GIZ – Experte) die Befunduntersuchung und Befundsicherung sowie die Rekonstruktion der Ornamentik durch ortsansässige Restauratoren.
Infolge der fleißigen Arbeit von Restaurator Volodimir Oleshchuk und Viktor Pirdhinyj konnte noch vor dem 24. Dezember der Ausbau des Gerüstes erfolgen.
Nun zeigt der Treppenhauskopf wieder seine alte Schönheit. Die nachfolgende Schablonierung entlang der neu anzulegenden Sockelgestaltung wird in den nächsten Tagen fortgeführt.
Ausbildungseinsatz in Lviv wird fortgeführt
Bei weiteren Schulungsmaßnahmen in der Ukraine wurden erneut Objekte als Seminarobjekte durchgeführt, die unter Anleitung von U. Thümmler den Seminarteilnehmern den Umgang mit Denkmalsubstanz, die Herangehensweise bei den Sondierungen und Befunduntersuchungen der jeweiligen Objekte und die Durchführung von Restaurierungen vermittelte.
Als eine für die Stadt Lviv beispielhafte Restaurierung einer Treppenhausgestaltung, die Vorbild für weitere Restaurierungen und Renovierungen der mitunter in alten Zeiten hervorragend gestalteten Treppenhäuser sein soll, wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, Denkmalamt, der GIZ und ortsansässigen Baufirmen ein Treppenhaus am Marktplatz (Rynok) in Angriff genommen.
Ausbildungseinsatz in Lviv (UA), Lemberg
Die Ausbildung im Auftrag der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz) als Kurzzeitexperte war eine schöne und anspruchsvolle Aufgabe in diesem Jahr.
Die Menschen sind wunderbar, hoch interessiert und motiviert, fleißig und engagiert. Da machte das Arbeiten richtig Spaß.
Die Ausbildungen fanden in theoretischen und praktischen Seminaren statt.
Dabei war das Hauptaugenmerk auf die Ausbildung am Bau gerichtet. Restaurierungen unter Baustellenbedingungen, die mitunter in Lviv eine etwas andere Herangehensweise erfordern, als man das so in Deutschland gewohnt ist, war mitunter auch mit Stress verbunden. Wenn um die 12 Leute angeleitet werden wollen, ist das schon mitunter eine Herausforderung.
Dennoch: die Ergebnisse der Seminarteilnehmer können sich sehen lassen und so manche Arbeit hätte durchaus auch in Deutschland Bestand. Alles in allem eine schöne Aufgabe, die ich mit Freude versehen habe und die mir auch persönlich viel gebracht hat. Denn gewisse Eigenheiten und Eigenschaften der dortigen Arbeiter fehlen mir doch manchmal hier in Deutschland...
Goldschmidstraße - Leipzig
Eine Zusammenarbeit von mehreren Stuckateuren und Restauratoren an einem Objekt ist immer eine erfreuliche Sache und letztendlich auch dem Denkmal dienend. Wenn sich dann eine geschäftliche Zusammenarbeit ergibt, die anhält, ist dies um so erfreulicher.
Die von Stuckateurmeister D. Weinhold (Markkleeberg) erteilten Arbeitsaufträge sind auch für einen Altmeister eine Herausforderung. So stellt die Restaurierung einer Portalkartusche auch für ihn eine anspruchsvolle Arbeit dar.
Im Laufe der Zeiten ist infolge der Witterungseinflüsse so manches Detail verloren gegangen und auch anhand der alten Akten leider nicht mehr verifizierbar. Hier bleibt nur eine Analogiefassung anhand der vorgefundenen Fragmente.
Eine ganz besondere Herausforderung ist die Rekonstruktion einer Friesgestaltung, die anhand eines einzelnen, nur teilweise erhalten gebliebenen Befundes neu hergestellt wird. Zwingend bei derartigen Arbeiten ist eine beständige Detailabstimmung mit der zuständigen Denkmalbehörde.

